Vaterstetten strahlt rot-weiß-blau
Trogir zu Gast
von Claudia Lohmann (Foto: Barbara Erbse)
Eine Woche waren Vaterstettens kroatische Freunde aus Trogir zu Gast in der Gemeinde. Zur Begrüßung gab es zünftige Blasmusik von den „Ammerthalern“ und ein liebevoll durch die Mitglieder des Trogir-Stammtisches organisiertes Büffet. Gleichzeitig wurde im Lichthof des Rathauses die Ausstellung „Fahrrad und Schiff – zwei Freunde“ eröffnet, die mit Zeitungsartikeln, vielen Fotos und Erinnerungsstücken die sich in nur drei Jahren so intensiv entwickelnde Partnerschaft dokumentiert.

Den Auftakt des Besuchsprogrammes bildete ein ganz besonderer Programmpunkt: eine Führung durch den bayerischen Landtag, den die Gäste nutzten, um den Abgeordneten Christa Stewens und Renate Will viele Fragen zur deutschen Politik-Kultur zu stellen. Am Abend hatte der Verein „Partnerschaft mit Trogir“ zu einem bayerischen Gartenfest in die Gastwirtschaft Huber in Purfing eingeladen, das auch von den Einheimischen begeistert angenommen wurde. Man feierte die kroatisch-bayerische Freundschaft mit viel Musik und Anekdoten, erweiterte seine Sprachkenntnisse, lachte und sang gemeinsam.

Die Entdeckung des Gemeindegebietes mit einer Führung durch die Käfer-Manufaktur, bei der natürlich eine Verkostung delikater Köstlichkeiten nicht fehlen durfte, bildete den Auftakt des nächsten Besuchstages. Anschließend hatten die Gäste Gelegenheit, die erst kürzlich eröffnete „Parsdorf-City“ zu durchstöbern. Zum Abschluss brachte Jo Neunert den kroatischen Freunden auf einer Gemeinderundfahrt die Ortschaften der Gemeinde Vaterstetten näher.

Bei durchwachsenem Wetter, aber guter Stimmung machte sich die kroatische Gruppe mit zahlreichen Gastgebern auf den Weg zum „Heiligen Berg“. Nach dem Besuch von Altötting als dem größten Wallfahrtsort Bayerns vor zwei Jahren wurde damit der älteste Wallfahrtsort der Region besucht. Nach einem zünftigen Mittagessen in der Klosterwirtschaft erfuhren die Besucher viel Interessantes und Wissenswertes über die Entstehung und Geschichte des Klosters Andechs und über die Bedeutung der Wallfahrten in der heutigen Zeit.

Der größte Tagesausflug des diesjährigen Programms führte zum vielleicht größten landschaftlichen Juwel Bayerns, dem Königssee. Nach der Bootsfahrt mit dem legendären „Echo vom Königssee“ und der Besichtigung der Wallfahrtskirche St. Bartholomä stand am Nachmittag die Einfahrt ins Salzbergwerk Berchtesgaden auf dem Programm. Am Abend konnten die Vaterstettener Gastgeber ihre Gäste müde, aber voller neuer Eindrücke wieder in Empfang nehmen.

Am folgenden Tag ließ man es ruhig angehen und startete am späten Vormittag in Richtung Olympiapark, wo die Gäste vom Olympiaturm einen herrlichen Blick auf die Stadt und die Berge genießen konnten. Den Abschluss des Tages bildete der traditionelle Partnerschaftsabend, bei dem Gäste und Gastgeber gemeinsam im Bier- und Oktoberfestmuseum in der Sterneckerstraße in München ihre alten und neu gewonnenen Freundschaften bis spät in die Nacht feierten.

Am letzten Tag kam dann der immer wieder wehmütige Augenblick: Es hieß Abschied nehmen, jedoch nicht ohne das liebgewonnene Ritual des gemeinsamen Abschiedsfrühstücks, welches diesmal im Rathaus stattfand. So trennten sich Kroaten und Vaterstettener mit dem festen Versprechen, sich im September wiederzusehen – dann in Trogir zum Gegenbesuch.

Der Partnerschaftsverein bedankt sich sehr herzlich bei allen Gemeindebürgern, die Gäste aus Trogir aufgenommen haben. Ohne deren Unterstützung wäre unsere Städtepartnerschaft in dieser Form undenkbar.
Ein großer Dank geht auch an unsere Sponsoren und Partner: die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg, die Gärtnerei Ziegltrum sowie die Bäckereien Hasi und Kreitmaier.